Probeflug am Freitag den 12. Juli 2002

Ladezeit mit ISDN etwa 40 Sekunden
Um ein Gelingen unseres Projektes zu erreichen ist es unerlässlich, bisher erlangte Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen und eingehend zu testen. Dieser Flug diente der Erprobung neuer Waaganbindungen, einer geänderten Drachenbauweise, anderer Drachengrößen, Aufhängung der Telemetrieeinheit (GPS) und der Datenübertragung, der Winde, Kraftmessvorrichtung und nicht zuletzt der Aufnahme weiterer Daten wie z.B. Steigwinkel in Abhängigkeit der Leinenlänge und der witterungstechnischen Voraussetzungen.

Wegen der enormen Datenmenge können wir derzeit leider noch keine endgültige Auswertung an dieser Stelle anbieten.

Hamburg, 22. Juli 2002

Teamfoto
Sie waren am 12.7.2002 dabei (von links nach rechts).
Obere Reihe:
Johannes Dörr, Florian Biehl, Jesko Mühlenberend, Torben Rakow (Funker/Datenaufnahme), Jörg Thomsen, Thomas Hartmann, James Hands, Ines und Petra von Kroge, Harry Hands, Vincent von Kroge.
Untere Reihe: Matthias Raabe, Andreas Mohr, Christel Raabe, Christian Hands, Otto Thies (Funker), Harald Tammling

Datenaufnahme
Die Telemetrieeinheit am oberen Drachen sendete alle paar Sekunden ein Datenpaket, welches unter anderem die GPS-Daten enthielt. Zusätzlich war über Funkgeräte auf 145,2 MHz die Höhe als Sprachausgabe zu hören.
Hier im Bild zu sehen der Arbeitsplatz der Schülergruppe mit Laptop, Funkgeräten und Cassettenrekorder für eine getrennte  Sicherungsaufzeichnung der Daten.

Sogar in Hamburg-Schnelsen empfing ein Funker die gesendeten Ortungsangaben!


Das Team der Datenaufnahme:

Florian Biehl (DL1LFB)
Johannes Dörr (DO2LJD)
Torben Rakow (DO1LTR)
Jesko Mühelenberend (DO1LJM)
Otto Thies (DK8LT)



Johannes Dörr

Zentrale Datenaufnahme



Immer dabei: Der Anhänger von Harry für Zelt, Winde und Wickelmaschine


Dass wir bei diesem flauen Wind überhaupt einen Drachen mit Last in die Luft bekamen, war schon eine gute Leistung.

Wetterlage

Die Großwetterlage (oben) ließ schon Vermutungen aufkommen, dass es mit dem Wind nicht all zu gut aussehen würde. Die Bodenwindvorhersage (rechts) sah nicht viel besser aus. Naja - und so kam es dann ja auch.

Wetterlage

> AUSWERTUNGEN <
Die Karte unten zeigt den Flug des Leitdrachen über Grund.
Gelb ist der Aufstieg, Rot das Einholen.


Flug über Grund Links ist an der gelben Linie ist deutlich zu erkennen, welche Probleme der Leitdrachen hatte, Höhe zu gewinnen. Das Gekringel nach Ende des ersten Drittels läßt vielleicht ein wenig Thermik  vermuten. Der unruhige Flug insgesamt zeigt, dass wir an diesem Tag nicht von besonders vorteilhaften Windvoraussetzungen sprechen konnten. Unsere Drachen zeichnen sich nämlich durch hervorragende Steigeigenschaften aus und gewinnen in der Regel sehr schnell an Höhe...

Unten: Der oben abgebildete Flug in 3D-Ansicht



Flug in 3D_Ansicht

Unten: Gelb der Flughöhenverlauf, Grün die Luftfeuchte



Höhe und Luftfeuchte

Unten: Verlauf der Spannungsversorgung an Bord


Stromversorgung

Die tabellarische Auswertung der Daten erfolgt in Kürze. Auswertung und (C) AATiS e.V.
Höehe-Leine Nachfolgend die Auswertung der manuell aufgenommenen Messdaten:

Links das Verhältnis zwischen Drachenwinkel (kaum zu erkennen, blau, unten), der ausgelassenen Leinenlänge (schwarz) und der damit erreichten Höhe (rot).

Eindeutig erkennbar, dass sich dieses Verhältnis  bei den Windverhältnissen an jenem Tag  anfangs ständig zu unseren Ungunsten entwickelte.

Höhe-Leine
In der linken Grafik ist schwarz wieder die ausgelassene Leinenlänge in Metern und Rot die damit erreichte Steighöhe. Das abrupte Abfallen der Höhe zum Schluß erklärt sich aus dem Ausfall der Stromversorgung. Die Telemetrieeinheit sendete nicht mehr, obwohl der Drachen noch flog.
An diesem Tag, das läßt diese Grafik gut erkennen, wären wir aufgrund der Windverhältnisse nicht mehr viel höher als 1200 Meter gekommen.



Schwarz ist die ausgelassene Leine als Referenz in  100% .
Beim AUSLASSEN verschlechtern sich im Verhältnis zur Leinenlänge der Drachenwinkel und die erreichte Höhe.
Beim EINHOLEN beginnt sich dieses Verhältnis zu verbessern, das gilt ebenfalls für den Steigwinkel des Drachen.
Optimal wäre es, das Niveau der gepunkteten Linie zu erreichen, was zu Flugbeginn der Fall war.

ROT ist die erreichte Höhe, als 100 % dargestellt.
BLAU ist der dabei anliegende Drachenwinkel, im Verhältnis zur erreichten Höhe.

Erkennbar: Der anfänglich passable Winkel verschlechterte sich zunehmend. Erst gegen Ende des Einholens erholte sich dieser wieder.

Diese Grafik endet rechts mit dem Ausfall des GPS-Senders.

Auswertung und (C): M.Raabe/DCFlattermann e.V.



ZURÜCK zu hoehenflugrekord.de