Die Idee


Seit 1987 steht der Name FLATTERMANN in der Drachenszene für Innovation im Bereich des Nachtfliegens. Als erster Verein zeigten wir Geschichten mit Drachen am nächtlichen Himmel ohne bodenoptische Unterstützung. Susi und die Schneeflocken, Der Regenbogenfisch, Die Sternzeichen, Frau Holle, LaLeLu sind unsere aktuellen Darbietungen. An weiteren Geschichten arbeiten wir.

Von der Technik her sind nicht nur unsere Drachen interessant (z.B. zahlreiche klassische Modelle aus der Zeit der meteorologischen Beobachtungen mit Drachen), sondern z.B. auch die Luftbildfotografie vom Drachen.

Die Idee, etwas noch ungewöhnlicheres, etwas nahezu Unmögliches, auf die Beine zu stellen, wurde etwa 1996 geboren und seitdem unaufhaltsam vorangetrieben. 


Weltrekordversuche finden heute fast jeden Tag statt. Die Beweggründe sind so unterschiedlich, wie die Rekordthemen selber. Ein Auslöser mag sein, einmal im Guinnes-Buch der Rekorde verwewigt zu werden, bei anderen liegt die Motivation vielleicht in anderen Bereichen. Unsere Motivation liegt darin, den Drachenbau durch diese Aktion bis ins Detail möglichst perfekt auszuführen. Und, in einem Land in dem Gesetze und Bürokratie solches Unterfangen schon im Vorwege zu scheitern drohen lassen, zu zeigen, dass Drachen verbinden. Jeden mit jedem.

Der Drachen-Club Flattermann e.V. mit Sitz in Tornesch (Schleswig-Holstein) bereitet schon seit einigen Jahren vor, den seit 1919 bestehenden Rekord im Drachenhöhenflug zu brechen. Rekordhalter ist das Meteorologische Observatorium in Lindenberg bei Berlin, heute eine Forschungsstation des Deutschen Wetterdienstes.
Seinerzeit fanden Baumaterialien wie Federstahldraht, Holz und Segelleinen Verwendung. Heute bauen wir mit Spinnaker-Nylon oder Polyestergewebe, Kohlefaserverbundwerkstoffen und ähnlichen Materialien. Frühere Erfahrungen lassen sich also nicht auf die heutigen Bedingungen übertragen, wir standen anfangs an einem Punkt Null.

Die Versuchsanordnung wird folgenden Aufbau haben:

Würde die Leine, es werden immerhin etwa 20.000 Meter sein, mit einem einzelnen Drachen in die Höhe gezogen, hinge sie kilometerweit schlapp durch. Zudem könnte ein einzelner Drachen das Leinengewicht (hinzu kommt der Druck durch den Wind) kaum tragen. Auch wären die Belastung der Leine und eines einzelnen Drachen enorm. Daher fangen einzeln eingehängte Drachen zwischendurch die Leine auf. Insgesamt werden voraussichtlich etwa 20 Drachen dieses Gespann bilden. So wird ein steilerer Steigwinkel erreicht und es besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Leinenstärken zu kombinieren.
Versuche mit eine Flughöhe von bis zu 1500 Metern zeigten uns bereits auf, woran wir noch arbeiten müssen, und was bereits technisch perfekt läuft.



 
Die Stationen der Konkretisierung dieser Idee bis hin zu der Annahme, wir wären erfolgreich:
  • Grundinformationen aus der damaligen Zeit sammeln
  • Bürokratische Hürden nehmen
  • Gesamtkonzept erarbeiten
  • Wo auf der Welt werden ähnliche Ziele angestrebt? Kontaktaufnahme
  • Leinenkonzept erstellen und dazugehörige Sponsorensuche
  • Klärung aller Ortungsmöglichkeiten
  • Drachentyp auswählen / neu entwickeln
  • Fluggelände suchen
  • Sponsorensuche für die konkret werdenden finanziellen Aufwendungen
  • Gerätschaften zum Aufnehmen der Leine aussuchen
  • Probeflüge durchführen
  • Leinenkonzept überarbeiten
  • Sponsorensuche speziell für den Bau der Drachen
  • Drachen für den Versuch bauen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Feinabstimmung in Hinsicht auf den Durchführungstermin
  • Durchführung des Versuches und Auswertung
  • Veröffentlichung der gesamten Abhandlung, z.B. im Buchform

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Selbst wenn der endgültige Versuch scheitern sollte, ist die gesamte Aktion dermaßen interessant und teilweise unglaublich, dass darüber ein -sicherlich interessantes- Buch und/oder eine Serie in einer großen Zeitschrift erscheinen wird.

 
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