Der letzte Stand des Projekts:

Stand Dezember 2023:
Mit unserem Winden-Chassis wurden wir nun bei Getriebebau NORD vorstellig, um den Fortschritt des Projekts zu erörtern. Dabei zeigte sich, dass beim Gestell im Bereich der Befestigung der Leinen-Fördervorrichtung noch nachzuarbeiten ist. Das steht als nächstes an, dann die nötigen Schweißarbeiten, Bestellung der Kugellager, einiger Drehteile, Transportrollen und Kleinkram wie Schrauben etc., bisher von uns privat vorfinanziert (Sponsoren gesucht!). Uns wurde der Schaltschrank (der nun separat von der Winde steht) und die Vorrichtung mit den Bremswiderständen gezeigt, ebenfalls separat zur Winde gestellt. Damit sind wir mit der Platzausnutzung (auch für den Transport) optimal ausgerichtet. Unten ein Foto des Haupt-Getriebemotors (a
lleine sein Gewicht: 110 Kg.), der später die Leinentransportvorrichtung antreibt. Insgesamt finden voraussichtlich drei Getriebemotoren von Getriebebau NORD Verwendung, alles gehalten von 10mm starken, lasergeschnittenen Edelstahlbauteilen der Firma Classen Laser GmbH

Unsere flexible  Transportsicherung und Gleitlagerung für die Winde im Anhänger hat sich gut bewährt. Zumindest für diese kurze Fahrt nach Bargteheide.

Stand: November 2023:
Unsere Winde wird, wenn sie betriebsbereit ist, mehrere hundert Kilogramm wiegen. Sie muss zum Transport auf unserem dafür extra angeschafften Anhänger arretierbar sein. Zugleich aber wollen wir ihre Position auf der Arbeitsfläche zum optimierten Betrieb verändern können. Dazu entwickelten wir eine Gleitvorrichtung (mit Teflon-Leisten und Seitenführung, Bild 0), wobei die Seitenführung gleichzeitig zum Führen und Befestigen dient (Bilder 2,3,5). Immerhin rechnen wir später mit bis zu 400 Kg Zugkraft an der Drachenleine, da darf nichts mehr rutschen. Diese Konstruktion ermöglicht es zudem, die Winde mit einem Gabelstapler nach oben hin vom Anhänger heben zu können. Die seitliche Lage der Gleitschienen (Bild 1) wurde gewählt, um den seitlich  liegenden Schwerpunkt der Winde mittig auf der Arbeitsfläche zu positionieren. Dadurch steht uns an der Seite der Ladefläche noch Stauraum zur Verfügung.

Nächster Schritt wird sein, unserem Projektpartner Getriebebau NORD diesen Stand der Entwicklung zu zeigen, um das weitere Vorgehen beim Bau zu erörtern. Alleine für diesen Schritt war es notwendig, einen sicheren Transport gewährleisten zu können.

Oktober 2023:
Die beiden Bilder unten zeigen den jetzigen Stand des Grundgestells. Gewicht jetzt: geschätzte 80 Kg. Später wird dieses Gestell so auf dem Anhänger befestigt, dass es in seiner Position über Gleitschienen verschiebbar ist. Dazu war noch einmal eine genaue Kontrolle der Maßhaltigkeit notwendig. Im rechten Bild ein Teil der im Laserzuschnitt gefertigten Edelstahlplatten zu sehen, gesponsert von der Fa.Classen Laser GmbH, Rellingen. Der nächste Schritt wird das Anbringen der Gleitvorrichtung auf dem Anhänger sein, Befestigung dieses Gestells darauf und dann eine Lagebesprechung bei Getriebebau NORD, um das weitere Vorgehen festzulegen.

Windengestell

 August 2023: Nachdem wir nun die anscheinend optimale Durchführung der Hauptleine durch den Drachen, und deren Befestigung, ermitteln konnten, erreichten die Profilelemente zum Bau des Winden-Gestells  unsere Werkstatt. Die per Laser zugeschnittenen Edelstahl-Platten und Befestigungselemente (hergestellt und gesponsert von der Firma Classen) kamen kurz später. Auch erreichten uns von der Firma Getriebebau NORD erste Bilder von Bauteilen für unsere Winde. Eine kurze Nebeninfo: Wir werden auch die anliegende Zugkraft der Leine messen. Das passiert durch eine integrierte Mechanik in der Winde und eine Korrekturrechnung über den Stromverbrauch des Antriebsmotors des Windenelements.

Juni 2023 Fanö/DK: Erfolgreiche GPS-Ortung mit 2- und 3-dimensionaler Auswertung und erfolgreicher Test des Not-Trennsystems für die Hauptleine. 

Gespannflüge bis in größere Höhe zeigten auf, dass beim Einbinden der Drachen noch Verbesserungsbedarf besteht. Dazu konnten wir im größeren Team zahlreiche Ideen sammeln, die nun erst einmal im Modell oder in der Praxis ausprobiert werden müssen. Wir erreichten bei ca. 4 bft und einem Dreier-Drachengespann eine Zugkraft von etwas unter 20 Kg. Die rutschige Dyneema-Leine ist dann kaum noch händisch einzuholen. Wir machten ebenso Flugversuche mit einem größeren Leitdrachen, der Eindruck war sehr positiv und es ist zu überlegen, ob sich dieser Gewinn an Zugkraft und Flugruhe auch auf das Gespann übertragen lässt. Es gibt Ideen für die Variation der Drachenwaagen, der Durchführung der Hauptleine durch die Drachen und wieder die alte Art und Weise, die Drachen durch eine separate Schnur an der Hauptleine zu befestigen. Das hätte große Vorteile durch eine vereinfachte und vor allem schnellere Arbeitsweise.

Insgesamt ist die Erkenntnis auch die, dass wir für Flüge mit längeren Gespannen und in größere Höhe dringend unsere in Arbeit befindliche Windenvorrichtung benötigen. Dann könnten wir auch mit den avisierten Drachenabständen von 1000 Metern arbeiten.

21.4.2023: Probeflüge bis auf etwas über 100m Höhe haben, bei Windstärken bis etwa 4-5 Bft, noch einmal Ideen zur Optimierung der direkten Einhängung der Drachen in die Hauptleine zur Folge gehabt. Die Führung der Hauptleine durch die Drachen wird verändert und müsste eigentlich vereinfacht werden. Das Einhängen des GPS-Tracker-Dummies zeigte keinerlei nachteiligen Einfluss auf die Flugstabilität.

Mai 2023: Zusägen der Aluminiumprofile für das Chassis der Wickelmaschine. Besprechung bei Getriebebau Nord bezüglich der technischen Anpassungen durch die Verwendung einer anderen Lastzelle. Es konnten weitere technische Detailfragen zum Bau der „Wickelmaschine“ geklärt werden. Eine Lastzelle haben wir schon einmal in der Werkstatt liegen (NORD-danke!). Es gibt eine weitere Neuentwicklung der Vorrichtung, mit deren Hilfe unsere Drachen leichter in die Hauptleine eingebunden werden könnten.

 

So sieht unsere Zugkraftmessung im Moment noch aus: Alles voll manuell. Zug hier: ca. 15 Kg im Zweiergespann. Die Winde wird die Zugkraft später über ein Rollen-/Hebelsystem an eine Lastzelle leiten. Die sich daraus ergebenden Zugwerte werden dann mithilfe der Motorbelastung der Einholvorrichtung (veränderliche Stromaufnahme) korrekturgerechnet. Daraus sollte sich eine recht genaue Berechnung der Leinen-Zugkraft ergeben. Hört sich kompliziert an, ist es auch.

Die Winde ist eine Entwicklung von Getriebebau NORD in Bargteheide, mit einer bislang noch nicht angewendeten Leinen-Fördervorrichtung.